| Projektorganisationsformen | Vorgehensmodelle | Projektinitialisierung | Projektplanung & -steuerung | Projektrealisierung | Literatur |
Idealtypisch lassen sich die nachfolgenden drei Formen der Projektorganisation unterscheiden; in der Praxis sind jedoch Mischformen häufig anzutreffen.
Reine Projektorganisation
In der reinen Projektorganisation hat der Projektleiter volle fachliche Weisungsbefugnis gegenüber den - ganz oder zeitweise - freigestellten Mitarbeitern.
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Vorteile |
Nachteile |
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volle Konzentration auf ein Vorhaben |
hohe organisatorische Umstellungskosten |
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konfliktarm durch klare Kompetenzzuteilung |
zeitweilige Überkapazitäten |
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klare Verantwortlichkeiten |
Gefahr der Spezialisierung und Abkapselung |
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hoher Effizienzgrad ->kürzere Projektdauer |
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Stab-Linien-Projektorganisation
In dieser Organisationsform hat der Projektleiter lediglich Beratungs-, Empfehlungs- und Informationsbefugnisse - keine Weisungsrechte.
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Vorteile |
Nachteile |
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geringe organisatorische Umstellungen |
umständliche Entscheidungsvorbereitung |
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kostengünstig |
Interessenskonflikte |
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hohe Flexibilität |
geringe Identifikation mit dem Projekt |
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grösseres Gesamtrisiko |
Matrixorganisation
In der Matrixlösung teilt sich der Projektleiter (was, wann) die Rechte mit dem Fachvorgesetzten (wer, wie) des Projektmitarbeiters.
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Vorteile |
Nachteile |
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geringe organisatorische Umstellungen |
hoher Koordinationsaufwand |
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optimale Kapazitätsauslastung durch Ressourcenverteilung |
Gefahr der Überforderung und Überlastung der Mitarbeiter |
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Interessenskonflikte |
Phasenmodelle
Ziele:
Charakteristika:
Wasserfallmodell
Das Wasserfallmodell beschreibt den organisatorischen Ablauf durch die Einteilung in verschiedene Phasen analog einem Wasserfall.
Am Ende jeder Phase ist ein Teilprodukt fertiggestellt, das der Nachfolgephase zur Weiterbearbeitung übergeben wird.
Spiralmodell
Das Spiralmodell gehört zur Gruppe der evolutionären Systementwicklungsmodelle.
Im Rahmen einer evolutionären Systementwicklung wird der gesamte Entwicklungsprozess als eine Folge von Entwurfs-, Implementierungs- und Evaluationszyklen gesehen. Dieser Prozess weist eine erhebliche Dynamik auf und lässt sich äusserst schwer überwachen und steuern. Er ist in keiner Weise mit den konventionellen Phasenmodellen vereinbar.
Prototyping
Ziele:
Arten:
Projektauftrag
Der Projektauftrag kann als Vertrag zwischen Auftraggeber und Projektleiter verstanden werden.
Er beinhaltet v.a. zwei Themenbereiche:
Projektziele
Bei der Definition der Projektziele ist folgendes zu beachten:
Systemgrenzen
Systemgrenzen werden folgendermassen definiert:
Terminplanung
Bei der Terminplanung werden die Aktivitäten unter Berücksichtigung von deren logischen Abhängigkeiten sowie der verfügbaren Ressourcen geplant.
Darstellungsformen:
Ressourcenplanung
Bei der Ressourcenplanung wird ermittelt, welche Mitarbeiter mit welchem Fähigkeitsprofil wann für die Bearbeitung der Aktivitäten bzw. Ergebnisse verfügbar sein müssen.
Darstellungsform:
Ressourcen-Auslastungsdiagramm
Kostenplanung
Die Kostenplanung zeigt die Kosten für die Lösungserstellung auf.
Projektsteuerung
Voraussetzung für die Projektsteuerung ist eine gegenwartsbezogene Diagnose, die auf Soll-Ist-Abweichungen und deren Ursachen aufbaut, sowie die vorausschauende Diagnose, die hilft, frühzeitig Risiken und deren Ursachen zu erkennen.
Pflichtenheft
Aufbau:
Kosten-/Nutzenanalyse
In der Kosten-/Nutzenanalyse werden die erwarteten Kosten dem erwarteten Nutzen gegenübergestellt mit dem Ziel eine Lösung zu finden, die zu tiefen Kosten einen möglichst grossen Nutzen aufweist.
Verwendete Technik: Nutzwertanalyse
Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist: Projektmanagement in der Wirtschaftsinformatik
von Bruno Jenny